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Rückblick: Wie alles begann

Damals, als ich, um mich wieder einmal vor meinen Uniaufgaben zu drücken, eine Art Fanfiction über meine WG-Mitbewohner und einen mysteriösen, magischen Mp3-Player anfing zu schreiben, hatte ich keine Ahnung, was aus der Idee noch alles werden konnte. Ich schrieb und schrieb, Tag und Nacht Kapitel für Kapitel, in dem Wissen, dass ich das so niemals veröffentlichen konnte, da das was ich schrieb an reale Ereignisse in der WG angelehnt und mir daher zu privat war, um es eines Tages der Öffentlichkeit preiszugeben. Zudem war mir durchaus bewusst, wie verrückt die ganze Storyline auf den ersten Blick für Außenstehende wirken musste. So etwas würde sowieso keiner lesen, dachte ich. Ein magischer Mp3-Player, der die Realität je nach Song anders beeinflusste? Nein. Sowas interessiert doch niemanden, davon war ich zu dem Zeitpunkt überzeugt gewesen. Und dann spielt der Mp3-Player auch noch den Song „Alles Scheißegal“ von Jonas Platin? Die Idee war zum Scheitern verurteilt. Trotzdem schrieb ich weiter, da mir das Interpretieren meiner Lieblingssongs in Form von Buchkapiteln von Tag zu Tag und von Nacht zu Nacht immer mehr Spaß machte. Es ließ mich einfach nicht mehr los. Die Idee barg genau zwei Probleme: 1. Wusste man als Leser*in vorab schon, welcher Song auf dem magischen Mp3-Player abgespielt wird, so kannte man praktisch schon einen Großteil der Handlung. Da war für mein Empfinden zu viel Spoiler drin. Und 2. Wollte ich ja, dass man sich während des Lesens der Geschichte zwischendrin die jeweiligen Songs anhörte.

Ich fragte mich schließlich ein Jahr später, nach dem ich die Idee zufällig beim Aufräumen in einer Schublade wiederfand, wie man die Lesenden dazu motivieren könnte, die erwähnten Songs auch wirklich anzuhören, statt nur flüchtig die Songtitel zu registrieren. Aus meiner Liebe zu Spielbüchern und genau dieser Fragestellung entstand „Play: Der interaktive Musikroman“. Vorerst noch ausgetestet mit bekannten, international erfolgreichen Songs, entschloss ich mich, mit einer Freundin gemeinsam, etwas ganz neues auszuprobieren.

Ihr wollt das Konzept kennenlernen und erfahren, wie es ab da mit dem Projekt weiterging? Dann hört doch in den untenstehenden Sound Underground Podcast von Arts Music Media rein, in welchem Jonas und Jason meine Freundin Jay, die mich in den Anfängen des Projekts besonders unterstützt hat, und mich zum Konzept befragen: